Die Heilpflanzenschule im Saarland

Pappelknospen-Salbe


Die Pappelknospensalbe wird aus den Knospen der Balsampappel hergestellt. Zunächst stellen wir einen Ölauszug her. Ich verwende hier gerne schon ein Johanniskraut-Mazerat. D.h. im voran gegangenen Jahr habe ich einen Kaltauszug aus Olivenöl und Johanniskrautblüten hergestellt. Diesen Ölauszug verwende ich nun als Basis um die Pappelknospen warm auszuziehen.




Dafür quetsche ich die Knospen mit einem Mörser leicht an, damit das Harz sich besser löst, und gebe die Knospen in ein weithalsiges Glas. Dann übergieße ich die Knospen mit dem Rotöl und stelle das Glas in den Backofen. Bei max. 60 Grad darf das Öl dann für 2-3 Stunden ziehen. Danach einfach den Ofen ausschalten und den Ölauszug über Nacht im Ofen auskühlen lassen.


Am nächsten Morgen verschließe ich das Glas mit einem Tuch unter dem Deckel und lasse es noch mind. zwei bis drei Tage ziehen. Den fertigen Ölauszug in eine saubere Braunglasflasche abseihen.

Darüber hinaus stelle ich für die Salbe noch eine Tinktur her. Dafür übergieße ich einen Teil der Knospen mit Alkohol (70%). Diesen Ansatz lasse ich mind. 7-8 Tage ziehen bevor ich ihn abseihe.

Nun habe ich meine Pappelknospenauszüge für die Salbe fertig.



Herstellung der Salbe:

20 gr Pappelknospenöl

2 gr Bienenwachs

3 gr Lanolin

5 gr Pappelknospen-Tinktur

Zubereitung:

Öl, Bienenwachs und Lanolin im Wasserbad erwärmen bis sich alle festen Bestandteile aufgelöst haben. Dann die Tinktur tropfenweise dazugeben und kräftig rühren. In ein sauberes Salbenglas füllen und abkühlen lassen.

Verwendung der Pappelknospensalbe:

  • entzündliche Hauterkrankungen
  • Juckreiz
  • Verbrennungen
  • Muskelkater
  • Verspannungen
  • Zerrungen
  • Rheumatische Schmerzen

Der Duft der Pappelknospen ist warm und balsamisch. Daher verwende ich keine ätherischen Öle in der Salbe. Nur der Duft der Salbe ist nach meinem Empfinden bereits lindernd, wohltuend und tröstend.




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